Knoll: Doppelspindelpumpe für die Lebensmittelindustrie

Diese neue Doppelspindelpumpe beseitigt eine Problemstelle bei der Herstellung von Back- und Süßwaren sowie Molkereiprodukten. Denn durch ihren speziellen Aufbau eignet sie sich  zum Fördern, Plastifizieren und Homogenisieren von sogenannter Blockware, die bis zu -18 °C kalt sein darf. Mit der Doppelspindelpumpe lassen sich die Blöcke direkt dem Verarbeitungsprozess zuleiten.

Das Herz dieser Pumpe besteht aus einer Voll- und einer offenen Spindel, die ineinander greifen. Das bewirkt eine Zwangsförderung, so dass alles, was in die Pumpe gelangt, sicher nach draußen gefördert wird. Walzenbildung ist durch das Ineinandergreifen der Spindeln nicht mehr möglich. Diese sind so konzipiert, dass die Luft durch einen engen Spalt nach hinten wegströmen kann. Daraus resultiert ein luftfreies Fördern des Mediums, bei dem der Förderstrom nicht unterbrochen wird. Für den Fall, dass das Medium nach dem Druckstutzen sofort geschnitten, verarbeitet oder dosiert werden soll, ist das ein wichtiger Faktor.

Zwischen den Antrieb und der eigentlichen Pumpe hat Knoll ein Getriebe gesetzt, das die Spindeln synchronisiert. Damit ist ein berührungsloses Ineinandergreifen garantiert, was den Verschleiß mindert und zu trockenlaufsicherem Betrieb der Pumpe beiträgt.

Versuche bestätigen gute Förderleistung und Reinigbarkeit

Testkunden haben bereits Versuche mit Butter, Marzipan und Pralinenmassen gefahren. Positiv überraschten die Förderleistung, die bis zu 10 t/h betragen kann, wie auch die einfache Reinigungsmöglichkeit. Alle Trennstellen sind mit Schnellverschlüssen ausgestattet. Die Antriebseinheit kann komplett mit den Spindeln über ein Schienensystem aus dem Pumpenkörper herausgezogen werden, dann liegen Spindeln und Gehäuse offen und lassen sich mit einem Dampfstrahler oder ähnlichem manuell reinigen. Selbst der Druckstutzen ist über ein Scharnier aufklappbar und schnell zu säubern.

Die nach dem Fördervorgang in der Pumpe zurückbleibenden Reste sind gering. Denn die Geometrie des Pumpengehäuses ist den Spindeln so exakt angepasst, dass der Spalt nur wenige Zehntelmillimeter  beträgt.

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