Lewa gründet Tochtergesellschaft in Dubai
Zur Verstärkung der Präsenz im Nahen und Mittleren Osten und im arabischen Raum hat Lewa sein bisheriges Vertriebsbüro in Dubai zu einer rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaft ausgebaut. Die LEWA Middle East FZE hat ihren Sitz in der Freihandelszone Jebel Ali von Dubai. Als Geschäftsführer wurde Jim O’Neil berufen, der seit September 2010 bereits das Vertriebsbüro in Dubai leitete.
„Wir wollen in der Region, die uns ein erhebliches Umsatzpotential im Bereich Öl & Gas und auch in der Prozessindustrie bietet, mit einer eigenen Gesellschaft stärker Flagge zeigen“, begründet Bernd M. Stütz, CEO der Lewa-Gruppe, diese Entscheidung. Denn um dort erfolgreich zu sein, müsse man an Ort und Stelle mit Vertrieb und Services vertreten sein.

(v.l.n.r.) Aslam Parvez (Regional Mgr. Sales and Business Development Mgr. LEWA Middle East FZE) Jim O'Neil (Managing Director LEWA Middle East FZE) Naota Shikano (Managing Director LEWA GmbH) Adolf Grossmann (General Manager Business Unit Oil & Gas LEWA GmbH) Sriram Iyer (Sales Director LEWA Middle East FZE ) Noreen Koshy (Spares and Sales Support LEWA Middle East FZE)
Hinter der Neugründung steht eine langfristig wichtige Strategie, werden doch von Dubai aus zukünftig weitere Staaten im Nahen und Mittleren Osten betreut, die interessante Potenziale vor allem im Öl- & Gas-Bereich versprechen: Es handelt sich dabei um 27 Länder, rund um das Kaspische Meer im Norden, über den Sudan und Jemen im Süden bis zu Saudi Arabien im Westen und Sri Lanka im Osten. Bei den ebenfalls im Fokus stehenden Unternehmen der Prozessindustrie – darunter Aramco, Sabic, Fertil, Gasco, Takreer, Borouge, RasGas – konzentriert sich Lewa zunächst auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien. Fernziel sei es, so Adolf Grossmann, Leiter Vertrieb Öl-& Gas-Industrie, dass die LEWA Middle East FZE von Dubai aus auch das riesige Potenzial des indischen Subkontinents erschließe.
Jim O’Neil verdeutlicht die Hintergründe der Firmengründung so: “Unser wichtigstes Ziel ist es, mit unseren regionalen Kunden so nah wie möglich zusammenzuarbeiten. Dazu sind nicht allein technische Komplettlösungen wichtig, sondern auch die persönliche Verfügbarkeit und ein regionaler 24/7-Kundendienst.“ Lewa betreut derzeit primär Unternehmen im Up- und Downstream-Bereich der Öl-& Gas-Industrie – wie die nationalen Ölgesellschaften (Adnoc, Aramco, KOC), darüber hinaus die großen internationalen Ölgesellschaften (Shell, BP) sowie Servicegesellschaften (Halliburton, Schlumberger). Wichtig sind vor allem auch die nationalen wie internationalen EPC-Kontraktoren (McDermott, Petrofac, NPCC, Saipem, etc.), die als Generalunternehmer für das Engineering, die Beschaffung und die Montage von Anlagen verantwortlich sind (EPC: Engineering, Procurement and Construction). Beispielsweise beauftragte McDermott Lewa kürzlich mit der Lieferung von Chemical Injection Skids, also Einspritzsysteme für Chemikalien, im Wert von über 10 Millionen Euro für ein Offshore-Projekt in Saudi-Arabien.
„Mittlerweile ist es so, dass Lieferanten und Anlagenbauer mit regionaler Präsenz von den Kunden eindeutig bevorzugt werden“, erläutert Jim O‘Neil. „Die Kunden akzeptieren ungern Verzögerungen, die sich aus unterschiedlichen Zeitzonen und einer anders aufgeteilten Arbeitswoche ergeben.“ Im Nahen Osten wird von Sonntag bis Donnerstag gearbeitet, während im Westen die Woche am Montag beginnt und am Freitag endet.
Der generelle Anspruch von Lewa, komplette Systemlösungen von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme anzubieten (‚Creating Fluid Solutions‘) und sich nicht auf die Lieferung von Standardprodukten zu beschränken, realisiert auch die LEWA Middle East FZE, wie dieses Beispiel zeigt: Gemeinsam mit dem Kunden Petroleum Development Oman (PDO) legten die Lewa-Spezialisten die Spezifikation für spezielle Kondensat-Pumpen fest. Dabei ging es nicht nur um diffizile Fragen der Korrosionsbeständigkeit der Werkstoffe und um niedrige verfügbare NPSH-Werte, sondern auch darum, wie man mitten in der Wüste eine zuverlässige Instandhaltung organisiert. Jim O’Neil: „Wir haben für diesen Kunden eine einzigartige, exakt passende Lösung entwickelt. Sie gilt mittlerweile bei der PDO als Referenz für ähnliche Aufgabenstellungen.“
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